28.07.  - 30.07 - Brisbane - eine Stadt zum Leben

Brisbane City - Halbinsel in der Zange des Brisbane-Rivers

 

"Brissie", wie die drittgrößte Stadt Australiens von den "Aussies" liebevoll genannt wird, ist geprägt durch moderne Geschäftsviertel, ein in unseren Augen attraktives Stadtbild und eine lebendige  Café- und Kneipenszene. Die Hauptstadt des Sonnenstaates Queenslands, der alleine 1,73 Mio. Quadratkilometer groß und damit rund fünfmal so groß wie Deutschland ist, zieht viele Zuwanderer an. In Queensland leben knapp fünf Millionen Menschen, die meisten davon an der tausende Kilometer langen pazifischen Ostküste, und mit über 2,2 Mio. fast die Hälfte in Brisbane.

 

Brisbane war nicht nur unser Zielflughafen und Abholort unseres Campers, sondern auf der Fahrt nach Norden ein Must Do. Der Brisbane River mäandriert durch Brisbane und bildet auf diese Weise zwei Halbinseln: Zum einen das Hauptgeschäftsviertel und zum anderen der Kangaroo Point, ein gehobenes Wohnviertel.

 

Weil Wochenende war, konnten wir auf dem Kangaroo Point kostenlos parken und von dort die ebenfalls kostenlose City Hopper Fähre benutzen, die im Zick Zack das Flussufer wechselt und gleichzeitig einen tollen Ausblick auf das Zentrum von Brisbane ermöglicht.

 

Brisbane ist unserem Eindruck nach eine lebenswerte Stadt. Der Lebensstandard scheint hoch zu sein, wie in Australien und besonders an Australiens Ostküste üblich. Damit reiht sich Brisbane im Städtevergleich in unsere Top Ten ein.

 

Schon wieder die Batterie

 

Ich drehte den Schlüssel um. Wir waren mit Jördis im Footcourt verabredet. Zuvor hatte sie Marjan zum Flughafen gebracht. Der Toyota Hiace regte sich nicht. Jördis kam zum Newmarket Gardens Caravan Park. Gemütlich aßen wir im Camper Van. Während Jördis zurück nach Pottsville fuhr, stand unser Programm für den nächsten Tag fest: Anruf bei der Road Assistance. Der Pannenhelfer war kompetenter als der erste und bestätigte meine Vermutung: "Die Batterie ist defekt."

 

Statt Brisbane zu besichtigen, mussten wir ein zweites Mal zur Brizz-Station zum Gewerbegebiet Eagle Farm Fahren. Das hatten wir uns wahrlich anders vorgestellt. Wieder ging mindestens ein halber Tag verloren. Dieses Mal wurde die Batterie gewechselt. Wir blieben eine zweite Nacht in Brisbane auf dem zentralen und empfehlenswerten Newmarket Gardens Caravan Park. Und wir holten das nach, was wir einen Tag zuvor mit Jördis vorhatten: Den Besuch des Footcourts "Eat Street Northshore".

 

Endlich geht es weiter

 

Nachdem wir einige Zeit wegen unseres Batterieproblems verloren hatten, freuten wir uns, dass es endlich weiterging. Brisbane liegt in der Moreton Bay. Schöne Sandinseln umschließen die Bucht: Bribie Island im Norden, Moreton Island im Nordosten und North Stratbroke Island im Osten. Wir hatten uns North Stratbroke Island ausgesucht und sollten es nicht bereuen. Ein Grund dafür war, dass wir auf diese Insel relativ preiswert unseren Campervan mitnehmen konnten. Unsere Tour nach Norden die Ostküste Australiens entlang konnte endlich starten.

 

Heimische Tierwelt hautnah - Im Koala Sanctuary

 

Wir sollten Fotos machen, von Australiens Koala-Bären, den Vorbildern für den Teddybären. Tatsächlich ist das Kopfschema der Koalas, die auch aschgraue Beutelbären genannt werden, jenen Steiffteddys ähnlich, die ich früher mein eigen nannte. Dabei ist der Koala kein Bär, sondern er gehört zur Ordnung der Beuteltiere, die nur in Australien heimisch sind. Aufgrund seiner einseitigen Ernährung ist er gefährdet: Nur wenige Eukalyptusarten bewohnt er, deren Blätter und Rinde er frisst. Und die müssen zudem noch frisch sein. Er bewohnt die Küstenregionen und das Hinterland von Adelaide (South Australia) im Süden bis nach Cairns (Queensland) im Nordosten. Vielerorts ist er aufgrund zurückgehender Baumbestände in seinem Bestand gefährdet. Dazu reagiert er auf Stress mit zahlreichen Krankheiten, die das Tier schwächen.

 

Aufgrund dieser Vorgeschichte entschieden wir uns, diesen Tierpark zwei Kilometer südwestlich der Innenstadt Brisbanes (Jesmond Road, Fig Tree Pocket, am Brisbane River) zu besuchen. Der Zoo beherbergt dazu viele heimische Tierarten, die wir sozusagen als Vorbereitung auf unsere weitere Australienreise kennenlernten. Denn eines sei vorweggenommen: Tiere sahen wir später noch recht häufig in freier Wildbahn! Dennoch: Der Zoo hat sich gelohnt. Vor allem sahen wir die Koalas in allen Altersstufen und lernten etwas über ihre Lebensweise und ihren Lebensraum. Die 35 australischen Dollar waren jedenfalls gut angelegt (rund 24 €).

 

Exkurs: So wachsen die Koalas auf

Weniger als ein Gramm und nur knapp zwei Zentimeter lang - mit diesen Maßen beginnt das Leben eines kleinen Koalas. Nackt und blind muss das einem Embryo ähnliche Koalajunge nach der Geburt den unendlich erscheinenden Weg in den schützenden Beutel der Mutter finden, sich an einer Zitze festsaugen und dann trinken und wachsen. Ein kräftiger Muskel schließt den Beutel, das Koalajunge ist warm und geschützt. Der Beutel ist also nichts weiter als ein Brutkasten für Früchen, denn alle Beuteltiere gebären eigentlich Frühgeburten, die noch lange Zeit reifen müssen, bis sie die lebensfeindliche Umwelt erblicken dürfen. Beim Koala dauert das sieben weitere Monate, bis es die Augen öffnet und immer häufiger aus dem Beutel schaut.

Jetzt bekommt das Koalajunge neben der Milch einen speziellen Kot der Mutter, der auf die Nahrungsumstellung auf Eukalyptusblätter vorbereiten soll. Während die Milchnahrung immer unbedeutender wird, wächst das Junge heran und verlässt immer häufiger den Beutel, lernt die Eukalyptusblätter zu greifen, zu sondieren, ob diese frisch und essbar sind und nimmt bis zum 12. Monat als Nahrungsergänzung immer noch die Muttermilch. Die Zitze der Mutter verlängert sich dazu so, dass sie aus dem Beutel herausragt. Mit zunehmender Größe wird der junge Koala auf dem Rücken der Mutter getragen. Nach rund 18 Monaten vertreibt die Mutter ihr Junges, sofern sich ein neues angemeldet hat. Ist die Mutter allerdings nicht erneut trächtig, hat das Junge Glück: Hotel Mama bis zu drei Jahren!

 

Neben der einseitigen Nahrungsauswahl führt auch das Vermehrungsverhalten dazu, dass der Koala vor dem Aussterben bedroht ist. Das Koala Sanctuary hat sich zur Aufgabe gemacht, darauf aufmerksam zu machen und gegen diesen Prozess zu agieren. Immerhin ist der Koala neben dem Känguru das Wappentier der Aussies.

 

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