Von Ideen, Recherchen und Zeitmangel

Der Flieger befindet sich im Landeanflug, aus dem linken Fenster erscheint die Silhouette der Altstadt von Lima, die Sonne schickt ihre letzten Strahlen über die Anden. Nach dem Aussteigen geht alles sehr schnell: Die Rücksäcke sind vorneweg am Laufband, alles ist heil und vollständig. Ein Taxi bringt uns schnell zur Unterkunft und als die Sonne am Horizont des Pazifiks verschwindet, begrüßen wir erwartungsvoll am offenen Fenster unseres Mittelklassehotels den uns noch unbekannten Kontinent...

 

Dass sich nicht alles so perfekt planen lässt, wurde uns recht schnell klar. Gleichwohl hatten wir die Idee, diese Vorstellung bei der Planung unserer ersten Reise in die USA und nach Kanada zu verwirklichen. In der Tat ist der nordamerikanische Kontinent ein ideales Autoreiseland, so dass sich aufgrund der guten Infrastruktur auch eine 90-Tages-Reise vollständig planen lässt. Deshalb buchten wir zunächst über Opodo, wo wir ein Mal mehr gute Erfahrungen machten, zwei günstige Flüge nach Boston. Den Leihwagen organisierten wir günstig über die ADAC-Autovermietung. Im Reisebüro war die Beratung hervorragend. Im Internet ließ sich kein Leihwagen für einen Zeitraum oberhalb von 56 Tagen buchen. Der persönliche Einsatz der netten ADAC-Beraterin machte dies erst möglich, und das zu einem günstigen Preis. Der gebuchte MIDSIZE-SUV kostet lediglich runde 2700 €, inklusive aller Kilometer sowie aller notwendigen und sinnvollen Versicherungen.

 

Als überzeugte Camper planen wir etwa 50 bis 60 Tage im Zelt zu verbringen, entsprechend 30 bis 40 Tage im Hotel. Durch die Recherchen konnten wir unsere Reise tatsächlich fast komplett durchbuchen (siehe Karten USA/Kanada). Weil der Sommer in den USA/Kanada Hauptreisezeit ist, sind Vorbuchungen vor allem in einigen Nationalparks notwendig (Yellowstone, Grand Teton usw.). Wir wollten vor allem die aufwändige, tägliche Quartiersuche vermeiden. In der Tat: Am Ende, mit großem Zeitaufwand, standen fast alle Buchungen. Tipp: Hotels via Best Western und Expedia; Campingplätze über die entsprechenden US-Camping-Websites (siehe Links).

 

Ideen für die weiteren Reisen hatten wir genug. Die Beschreibung am Anfang dieses Kapitels ist jedoch ein Wunschtraum, der sich so nicht verwirklichen lässt. Denn schon der Zeitmangel ist ein großes Hindernis für die detaillierte Vorbereitung der Reisen nach Südamerika und nach Südostasien. Zudem unterscheiden sich die Regionen doch erheblich: Vorbuchungen und Recherchen sind aufwändiger, die Regionen insgesamt schwerer einzuschätzen. So gibt es jetzt die Idee, sich ein wenig treiben zu lassen und Entscheidungen über den Reiseverlauf teilweise vor Ort vorzunehmen.

 

Zeitmangel kann auch die Reisen verteuern. Hatten wir vor einigen Monaten von TAM Linheas (Brasilien) ein gutes Preisangebot von rund 2300 €, so kostet es jetzt 3200 €. Aber diese Flugroute soll es jetzt sein, denn der Routenverlauf steht jetzt fest. Dabei zahlen sich hier umfangreiche Recherchen aus. Die TAM ermöglicht zwar über den Airpass preisgünstige Verbindungen innerhalb Südamerikas, aber nicht alle Fugverbindungen lassen sich realisieren. Die LAN ermöglicht hier vor allem in Südchile und in Argentinien bessere Angebote. Während die TAM zur Star Alliance gehört, ist die LAN mit One World liiert. Deshalb ist es wichtig, den Hinflug mit einer One World Gesellschaft zu absolvieren.

 

Derzeit kristallisieren sich folgende Verbindungen heraus: Mit British Airways von Hamburg nach Sao Paulo und zurück (rund 900 €). Mit dem South American Airpass der LAN von Sao Paulo nach Lima, von Santiago de Chile nach Punta Arenas (Südchile) und von Comodore Rivadavia (Patagonien) nach Buenos Aires (Preis rund 555 €).

 

Doch letzte Recherchen haben zu unserem endgültigen Favoriten geführt: Mit Delta (KLM) von Hamburg via Amsterdam und Atlanta nach Lima, von Comodore Rivadavia nach Buenos Aires (Extrabuchung mit Aerolinas Argentinas), von Curitiba via Rio de Janiero und Atlanta nach San Jose (Costa Rica) und mit Air France von San Jose via Atlanta und Paris zurück nach Hamburg. Das Tolle an dieser Verbindung: Gute 14 Tage in Costa Rica!!! Gesamtkosten für die Flüge (pro Person): rund 1700 €, ein akzeptabler Preis für diese langen Strecken! Die Reiseroute findet ihr unter Südamerika.

 

Zu Südostasien gibt es auch schon Grundvorstellungen... Aber der Zeitmangel! Dazu später mehr, wenn mehr Zeit vorhanden ist.

 


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