13.04. - 17.04.:                                                                       Hautnah - konstante 30 Grad in den Tropen Malaysias

Pulau Langkawi -im Nordwesten Malaysias am nördlichen Ausgang der Straße von Malakka- ist aufgrund seiner Lage in den inneren Tropen (60N) klimatisch begünstigt, zumindest was die Vegetation angeht. Und die ist auf Langkawi trotz touristischer Nutzung noch vielerorts zu treffen - zwei Drittel der Fläche sind mit Regenwald bedeckt. Wir mögen das tropische Klima, das sich durch ganzjährig gleichmäßig warme Temperaturen auszeichnet. Frieren ist hier kaum möglich, die starken Niederschläge werden von uns als willkommene Erfrischung empfunden. Das Äquatorialklima Langkawis ist ganzjährig feucht, wobei in den Monaten Dezember bis Februar vergleichsweise geringe Niederschläge fallen, bevor im März die Niederschlagsmenge wieder zunimmt und monsunale Einflüsse von August bis Oktober für die Maxima sorgen. In diesen drei Monaten fallen über 1000 mm Niederschlag und damit deutlich mehr als im ganzen Jahr in Hamburg (750 mm).

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Langkawi


Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez



Max. Temperatur (°C)

33,0

33,2

33,0

32,3

31,7

31,5

31,1

30,8

30,6

30,7

31,3

31,5

Ø

31,7

Min. Temperatur (°C)

24,3

24,3

24,7

25,0

25,2

24,9

24,6

24,6

24,4

24,3

24,5

24,3

Ø

24,6

Niederschlag (mm)

19,2

34,4

99,1

191,1

210,5

250,4

267,0

326,3

335,3

362,9

192,6

56,2

Σ

2.345

Regentage (d)

2

3

7

12

15

14

15

17

18

19

13

5

Σ

140

Wassertemperatur (°C)

28,2

29,0

29,4

30,2

30,5

30,1

30,1

29,5

29,4

29,6

29,4

28,8

Ø

29,5

Quelle: Malaysia Meteorological Department

Pulau Langkawi ist die Hauptinsel der gleichnamigen Inselgruppe, die aus insgesamt 100 Kalksteininseln besteht. Die Insel ist ein 30 mal 25 Kilometer großes Tropenparadies, deren Hauptbewohner die Bumiputras (=Söhne und Töchter der Erde) sind. So bezeichnet sich die muslimisch malaiische Hauptbevölkerung zumindest selber. Kleine Minderheiten von Chinesen, Indern und Thais fallen hier kaum auf. Im Süden der Insel leben noch die Orang Laut (Menschen des Meeres), die zu den Moken zählen, Seenomaden, die unter anderem zwischen den abgelegenen Inseln Myanmars, Thailands und Malaysias in der Andamanensee außerhalb der Monsunzeit mit Langkanus umherziehen.

Das touristische Potential der 54000-Einwohner-Insel ist in das ehrgeizige Entwicklungsprojekt "Wawasan 2020" (=Vision 2020) eingebunden. Damit will das Schwellenland Malaysia bis 2020 zu den hochentwickelten Industrienationen aufschließen. Neben der Entwicklung von Wirtschaft, Industrie und Technologie soll auch eine leistungsfähige, international konkurrenzfähige Tourismusindustrie zum Erreichen des Zieles beitragen. Der Tourismus ist folglich die wichtigste Einnahmequelle auf Langkawi - und das, ohne ständig, wie in anderen Ländern Südostasiens aufdringlich angesprochen zu werden.

Wir genossen die Tage auf Langkawi, unternahmen viel, ohne das Relaxen zu vergessen. Unser Leihwagen sorgte für Unabhängigkeit und für kleine Touren zu einigen Spots auf der Insel. Dazu ist Langkawi durch häufige Flüge verkehrstechnisch gut erreichbar. Unser einstündiger Rückflug mit Air-Asia startete erst um 21.10 Uhr nach Kuala Lumpur, wo wir relativ zeitnah die Emirates-Maschine nach Dubai bestiegen.

In Malaysia fährt man Proton

16:30 Uhr, Langkawi Airport, gleich würde es dunkel würden. In den Tropen sind die Tage und Nächte ganzjährig gleichlang, beim 6. Breitengrad sind die Tageslängenschwankungen noch sehr gering. Zudem wird es schnell dunkel, mangels diffusen Lichts in der tropischen Atmosphäre wird es nach Sonnenuntergang sogleich dunkel, eine längere Dämmerungsphase wie in den höheren Breiten fehlt.

Warum erwähne ich das? Wir hatten uns noch keine Gedanken darüber gemacht, wie wir zum Tropical Langkawi Resort kommen würden. Eine Taxifahrt würde schätzungsweise 10 € kosten, öffentliche Verkehrsmittel gab es augenscheinlich nicht. Doch die Entscheidung wurde uns leicht gemacht.

Als wir nach dem Auschecken die Eingangshalle des kleinen Flughafens betraten, schallten von den Schaltern kleiner Büros laute Stimmen. "Two hundred and sixty Ringgit, three hundred Ringgit, all included", riefen sie. Zunächst taten wir desinteressiert, sogleich stimmten die Rufer ein neues Zahlenfeuerwerk an. Wir schlenderten zu dem einen, dann zu dem anderen. In Wirklichkeit hatten wir uns längst entschieden, denn unverhofft kamen wir im denkbar günstigsten Moment zu unserem Proton.

Hintergrund unseres günstigen Deals war die Nebensaison auf Langkawi. Im Ergebnis zahlten wir für viereinhalb Tage eine Automiete von 54 €. So konnten wir die gesamte Zeit unseren kleinen Proton Sava bis zur Abgabe am Flughafen nutzen und hatten gleichzeitig unser Transportproblem zum Resort und zurück zum Flughafen gelöst. Unser kleiner Proton Sava hatte schon einige Jahre auf dem Buckel, beim Fahren hatte der malaysische Rechtslenker seine Eigenheiten, an die ich mich allerdings schnell gewöhnte, ebenso wie an den Linksverkehr, den ich schon Thailand, Indonesien oder Zypern kannte.

Tatsächlich erfüllte unser Sava genau das, was wir auf Langkawi vorhatten: Kleine Ausflüge z.B. zur Langkawi Sky Bridge, die zum 709 m hohen Mount Mat Cincang führte -von hier hatten wir tolle Aussichten auf die Andamanensee und auf die vielen nahe gelegenen tropischen Inseln- oder zum Mount Raya, der uns Blicke bis zur Südwestküste Thailands ermöglichte. Unabhängig von irgendwelchen Touranbietern erkundeten wir Teile der kleinen Insel und ließen es uns richtig gut gehen.

Es war der Mix zwischen Strand, Ausflügen und der guten Infrastruktur sowie einem schönen Resort direkt am Chenang Beach, der unsere "Seelen zum Baumeln" brachte. Langkawi ist jederzeit für einen Kurztrip zu empfehlen. Wenn wir mal wieder in der "Nähe" sein sollten, könnten wir uns erneut einige tropische Nächte dort vorstellen - und wir würden eines der Highlights unserer diesjährigen Südostasienreise wiederholen - Inselhopping ...

Inselhopping auf eine sehr spannende Art

Immer wieder hatte ich an anderen Orten dieser Welt damit gehadert, nur ein Mal hatten wir uns getraut, 2009 auf dem Lake Murray in South Carolina zu einem günstigen Preis von 80 $ für eine Stunde. Jetzt konnten wir nicht nein sagen: 160 € für vier Stunden -am Ende der Tour waren es sogar fünf Stunden Jetski fahren mit Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h.

Neben dem Fun sahen wir Teile der einmaligen Inselwelt Langkawis, badeten und besuchten die besonders schöne Pulau Dayang Bunting, wo wir einen Kurzhike zu einem kleinen Süßwassersee unternahmen. Allerdings waren wir mit einem Guide unterwegs und zeitweilig mit einem Geschwader von fünf Jetskis, mit denen wir uns kleine Rennen lieferten. Der Guide war übrigens notwendig: In der unübersichtlichen Inselwelt hätten wir uns alleine kaum zurecht gefunden.

Uns bleibt diese Welt fremd

In Malaysia ist der Islam Staatsreligion, die Bumiputras werden bevorzugt, so auch bei der Vergabe von Studienplätzen, um der Vormachtstellung der heimischen Chinesen in Wirtschaft und Bildung entgegenzuwirken. Auf Langkawi tragen die meisten Frauen in der tropischen Hitze Kopftücher. Sie wirkten auf uns sehr verschlossen.

Während die Männer in amerikanischen Stil gekleidet sind, wie üblich in modernen Shorts zum Baden gehen, müssen die Frauen in vollständiger Kleidung in das Wasser gehen - ein Anblick, an den wir uns nicht gewöhnen konnten. Dazu gesellen sich zahlreiche voll verschleierte Araberfrauen -übrigens auch neben ihren modern sommerlich gekleideten Männern. Malaysia ist beliebtes Urlaubsziel vieler arabischer Staaten, weil voll verschleierte Frauen hier nicht auffallen und Kuala Lumpur in gut sechs Stunden Flug zu erreichen ist. Zudem ist Langkawi Freihandelszone, die Mals sind voll von Arabern, die mit Geldscheinen winken, während die verschleierten Frauen ihre Einkaufstaschen füllen.

Viele dieser Frauen kommen erst kurz vor Sonnenuntergang aus ihren Feriendomizilen, weil sie offenbar in ihrer verschlossenen Kleidung die Wärme des Tages nicht aushalten können. Wir bezweifeln, dass die Frauen das freiwillig tun, denn tatsächlich haben sie keine Wahl - zu groß ist der Druck der religiösen Gesellschaft und der Männerwelt. Allerdings ist die Toleranz in Malaysia recht ausgeprägt. Wir konnten uns frei bewegen und Frauen können auch im Bikini den Strand besuchen - angesichts der tropischen Temperaturen ein berechtigtes weibliches Interesse der Gleichberechtigung.

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