17.04.17 - 20.04.17 - Unterwegs mit Motorbike, Bike und Kanu

Mit dem Roller zu den Kuang Si Wasserfällen

 

Der Fahrtwind kühlte uns und ließ uns die tropische Hitze vergessen. Hans und ich wechselten uns in der Führung ab, als wir mit unseren 100er Hondarollern auf erstaunlich gut ausgebauten Straßen Richtung Süden zu den .Kuang Si Wasserfällen düsten. Der Kuang Si Waterfall führte auch zum Ende der Trockenzeit noch Wasser, andere waren hingegen ausgetrocknet.

 

Unterwegs trafen wir vor allem junge Touristen, die mit breitem Grinsen versuchten, das Letzte aus ihren Rollern herauszuholen. In Kuang Si schienen sich alle Rollertouristen zu treffen. Wie üblich entrichteten wir 2000 LAK für den bewachten Rollerparkplatz. An der Straße reihte sich ein Verkaufsstand an den anderen... Essen, Souvenirs und billige Plastikartikel aus China wurden angeboten.

 

Die Kuang Si Falls sind ein richtiger Spot, nicht nur für Touristen. Gerade zum Neujahrsfest nutzten viele Familien die Zeit für Ausflüge. An den unteren Kaskaden drängten sich die Menschen beim Picknick und beim Baden, Fotos ohne Menschen im Bild waren nicht möglich. Das hatten wir etwa 40 km südlich von Luang Prabang nicht erwartet. Andererseits gehört dieser Teil von Laos zu den am dichtesten besiedelten Gebieten des Landes und ist gleichzeitig eine Hochburg für Touristen.

 

Zwischen den Regenwaldbäumen schlängelte sich der Fluss bis zur Kante, bevor er über mehrere Kaskaden zu Tal stürzte. Ein Ranger zeigte mir Bilder zur Tierwelt. "Ja, hier könne man mit Glück auf eine gelbe Kobra treffen, eine der giftigsten Schlangen", erklärte er mir. Während ich darüber nachdachte, dass nach einem Biss nur wenige Minuten Zeit bis zum Eintritt des Todes blieben, sprangen Gitti, Manu und Hans in das erfrischende Wasser. Ich folgte ihnen mit der Hoffnung, dass die Besucher alle Schlangen im Umkreis vertrieben hätten. Allerdings wanderten nur wenige den teilweise steilen Anstieg über rutschigen Waldboden bis zum kleinen Plateau oberhalb der Wasserfälle.

 

Tiger Trail - Eine Empfehlung für private Touren

 

An der Sisavangvong und Chao Fa Ngum Road reihen sich zahlreiche Agencys, die dem Augenschein nach gleiche Touren anbieten. Mit im Programm sind auch mehrtägige Wanderungen mit Übernachtungen in Homestays, was ursprünglich im Zentrum unserer Planungen stand. Aber dieses Mal ließen wir uns treiben, hatten Ideen ohne konkrete Planung. Von Tiger Trail hatte ich bereits in Deutschland gelesen. Mit Manu und Hans planten wir unsere Tage und beiläufig fiel der Name Tiger Trail.

 

Im Ergebnis wurde eine Individualtour daraus, Hans kommunizierte, ständig vernetzt, mit Tiger Trail: Das Angebot kam prompt... und wir Vier verbrachten einen tollen Tag für 88 $/pro Kopf, die sich im Nachhinein gelohnt haben, allerdings deutlich über Backpackerniveau lagen.

 

Auf dem Mountainbike erlebten wir die sportive Variante der Fortbewegung und gleichzeitig die Landschaft im Umland von Luang Prabang. Nach einer Stunde erreichten wir den Nam Khan, jenen Fluss, der in Luang Prabang in den Mekong mündet und die weitere Leitlinie unserer Tour war.

 

Verzückt jauchzte Manu, als der Elefant mit ihr in den Nam Khan abtauchte. Unsere Elefantenkuh, vom Charakter etwas störrischer, tauchte auf das Kommando des Mahout ebenfalls ab und genoss, genauso wie wir, die willkommene Abkühlung. Die Borsten kratzten sanft auf unsere nackten Oberkörper, die Nähe zu dem Elefanten vertrieb unsere Ehrfurcht vor dem tonnenschweren Tier. Als sie sich lustvoll auf die Seite schmiss, verlor ich den Halt und sah mich schwimmend neben dem riesigen Kopf, aus dem mich durchdringend die großen Augen anblickten. Mir gelang es nicht, den Ausdruck der Augen zu deuten. Tief schienen sie mich zu durchdringen, vermittelte der Blick Zufriedenheit oder war es der Ruf nach Freiheit? Mein Eindruck war: Diese Elefanten waren ausgeglichen.

 

Elefantencamps - Artgerechte Tierhaltung versus Tourismusattraktion

Tatsächlich ist die Haltung von Elefanten in Elefantencamps umstritten. Befürworter sehen darin eine Möglichkeit, mit Hilfe von Touristen das artgerechte Leben der Elefanten zu finanzieren und darüber hinaus für den Naturschutz wildlebender Elefanten zu investieren. Gegner prangern oft die Tierhaltung an, die ihrer Ansicht nach nur für Touristen, oftmals eben nicht artgerecht ist und in diesen Fällen der Tierschutz geringer geachtet wird als die Bedürfnisse der Touristen.

Problem: Für Arbeitselefanten gibt es kaum noch Einsatzfelder, in Elefantencamps erhalten sie Aufgaben und die Mahouts sowie die Dorfgemeinschaften Möglichkeiten, alternative Einkommensquellen zu erschließen. Noch tätige Arbeitselefanten müssen oft unter schlimmen Bedingungen leben. Letztlich hängt vieles davon von der Konzeption und den Rahmenbedingungen ab, unter denen die Elefanten leben müssen. Bei Tiger Trail hatten wir ein gutes Gefühl: Keine Ketten, natürliche Umgebung und Elefanten, die ohne Drohungen den Mahouts gehorchten. Hier gibt es nähere Infos zu dem Elefantcamp.

 

Der Nam Khan begleitete uns auch auf unserer Rücktour mit dem Kanu. Wir tauchten ein wenig in die Natur von Laos ein, in jene tropische Umgebung, die vom üppigen Grün der sieben Monate vom Wasser verwöhnten semihumiden Tropen ist. Wir beobachteten Subsistenzsiedlungen, die sich dicht an den Fluss schmiegten und Wasserbüffel, die stoisch die Kühlung des Flusses genossen.

 

Wir erlebten die Ruhe und das Baden im Nam Khan, der in Luang Prabang in den Mekong mündet. Kleine Stromschnellen vermittelten den Hauch von Abenteuer und ließen erahnen, welche Kraft der Nam Khan zur Regenzeit entwickeln würde.

 

Aber auch hier nagt der Zahn der Globalisierung: An einigen Stellen passierten wir Bagger und Maschinen, die sich am Fluss bereicherten. Chinesen waren auch hier aktiv, um Kiese und Sande für die Betonherstellung abzubauen.

 

Danke Tiger, danke Manu und Hans, wir haben einen wunderbaren Tag verbracht, als wir kurz vor Luang Prabang anlegten und kurz darauf von einem Mini Van abgeholt wurden. Wir freuten uns jetzt auf unser Abendessen... "Hot Pot" am Mekong.

 

Auf und davon in die Umgebung von Luang Prabang - Mit einer Yamaha XT 125 durch die Berge

 

Wir blickten zurück auf Luang Prabang, als die kleine Fähre, die augenscheinlich schon einige Jahrzehnte den Mekong überquerte, im Nirgendwo auf der anderen Uferseite anlegte. Mit unserer kleinen 125er Einzylinder Yamaha Enduro wollten wir abseits der gängigen Touristenwege die Umgebung von Luang Prabang erkunden.

 

Als ich die Straße auf der anderen Seite sah, verstaute ich meine Kamera staubdicht. In Ban Xieng Mene hörten die befestigten Straßen auf. Vor uns rasende große SUV's staubten uns vollständig ein, so dass selbst der Sand zwischen unseren Zähnen knirschte. Einfache Hütten und Häuser wechselten mit Domizilen ab, die offenbar der Oberschicht zuzuordnen sind. Luang Prabang ist eine wachsende Region, offenbar begann sich die Stadt jenseits des Mekongs auszudehnen. Baumaschinen zeugten von den Anfängen, die Infrastruktur auszubauen. Kinder spielten auf den Baumaterialien, das an den Straßenrändern lagerte.

 

Auf der Rückfahrt fühlten wir uns mit unserer kleinen Yamaha ziemlich klein neben zwei riesigen SUV's. Die Männer unterhielten sich sehr angeregt, schauten zwischen ihren Sätzen arrogant auf die mitfahrenden Rollerfahrer, Fußgänger und mit einer verhohlenen Neugier auf uns. Währenddessen liefen die Motoren, die Dieselabgase machten die kurze Fährfahrt zu einer unerfreulichen Angelegenheit. Waren es reiche Laoten des sozialistischen Establishments, die von der Expansion profitierten, oder Vietnamesen bzw. Chinesen, die am Ausverkauf von Laos beteiligt waren? Jedenfalls reagierten sie nicht auf meine bittenden Gesten, ihre stinkenden Motoren auszustellen.

 

Zuvor waren wir über 80 km auf der Route 13 in Richtung Vang Vieng gefahren, jener Stadt zwischen der Hauptstadt Vientiane und Luang Prabang, die aufgrund der regelmäßigen Exzesse von Backpackern in der Vergangenheit regelmäßig in Verruf geriet. Schon bald merkten wir, dass ein zügiges Vorrankommen unmöglich war: Zu kurvenreich waren die Straßen durch die tropische Bergwelt, zu gefährlich hohe Geschwindigkeiten, denn der Teerbelag wurde immer wieder durch unbefestigte Passagen unterbrochen und mit Schlaglöchern mussten wir jederzeit rechnen. Kurz hinter Pho Kham drehten wir in einer Village an der Route 13 um.

 

Einen Moment verharrten wir, bevor wir das Motorrad wendeten, um nach Luang Prabang zurückzufahren. Mehrere Kinder zwischen vier und 10 Jahren zogen an uns vorbei, Eimer und Kanister mit sich schleppend. Wasser holen war hier offenbar Aufgabe der Kinder. Einigen von ihnen sah man nicht nur an der Kleidung die Armut an. Neugierige, schüchterne aber auch traurige Blicke trafen uns, als wir ihnen freundlich zuwinkten.

 

An der Route 13 durchfuhren wir einige Dörfer, in denen Armut durchaus ein vorherrschendes Merkmal war. Hier, abseits von Luang Prabang, begann das andere Laos, das uns das Bild eines typischen Entwicklungslandes zeigte. Und irgendwo im Nirgendwo bog ich neugierig links ab, fuhr durch ein großes Tor. Schilder warnten vor der Weiterfahrt, die verboten war.

 

Unten im Tal war eine Großbaustelle, wo Chinesen augenscheinlich die Oberhand hatten. Ein weiterer Staudamm, vermuteten wir, ohne es genau heraus finden zu können. Oder handelte es sich um einen Teil des Baus der Bahnschnellverbindung von China bis Vientiane, jenem Großprojekt, dessen Sinnhaftigkeit uns verschlossen blieb? Jedenfalls drehten wir um und fuhren weiter in Richtung Luang Prabang. Hoffentlich werden die Bewohner dieser Gegend von den chinesischen Entwicklungsprojekten profitieren.

 

Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende, als ich die XT 125 pünktlich um 18 Uhr wieder abgab. Ich hatte vor, zurückzulaufen. Aus dem geplanten Halbstundenlauf wurden dann aber über 60 Minuten. Ich hatte mich verlaufen, lernte auf diese Weise aber Luang Prabang noch besser kennen. Gleichzeitig liefen die Bilder der vergangenen Tage an mir vorbei. Viele Eindrücke waren in kurzer Zeit auf uns eingeprasselt. Laos ist jedenfalls eine zweite Reise wert.

 

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