14.04.17 - 21.04.17 - Laos - Jahreswechsel in Luang Prabang

Eine überraschende Stadt

 

"Da müsst ihr hin", wurde uns immer wieder empfohlen. Luang Prabang sei die schönste Stadt von Laos. Skeptisch glaubten wir den Verlautbarungen, denn oft stimmten Vorhersagen nicht mit unseren eigenen Eindrücken überein. Aber Luang Prabang ist in der Tat eine sehenswerte Provinzhauptstadt, für uns eine der schönsten Städte Südostasiens, obwohl ein Vergleich schwierig ist. Luang Prabang ist eben nur eine kleine Provinzstadt.

 

Mit einer neuen zweimotorigen, 74-sitzigen ATR 72-600  der Lao Airlines waren wir nach einem angenehmen und sicheren Flug pünktlich gelandet. Tatsächlich gilt die laotische Fluggesellschaft seit dem Kauf einiger neuer Maschinen und interner Aufrüstung als sicher. Kurzstrecken werden ausschließlich mit zweimotorigen Propellermaschinen durchgeführt, die sogar sicherer als Düsenmaschinen und auf kurzen Distanzen kaum langsamer sind. Ein freundlicher, im laotischen Stil erbauter lieblicher Flughafen begrüßte uns und verbreitete sogleich Wohlfühlatmosphäre.

 

Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz liegt eingebettet in einer lieblichen Bergwelt auf einer Landzunge am Zusammenfluss von Mekong und Nam Khan, den wir täglich auf unserem Weg von unserem Hotel auf die Halbinsel über eine saisonale Bambusbrücke überqueren mussten. Bereits beim Anflug sahen wir den breiten Strom, jetzt, zum Ende der Trockenzeit gab es noch viele Sandbänke. Zum Höhepunkt der Regenzeit schwillt der Nam Khan um mehrere Meter an, zuvor wird die Brücke einfach abgebaut.

 

1350 wurde Luang Prabang als Hauptstadt des legendären „Königreichs der eine Million Elefanten“ gegründet. Dutzende goldene und rote Dächer schmücken die zahlreichen Wats der rund 40.000 Einwohner zählenden Stadt "der Pagoden". In Reiseführern werden 32 genannt, aber es sind, mit den heiligen Stätten in der unmittelbaren Umgebung, wohl fast 100. Aber das allein ist nichts außergewöhnliches für eine buddhistische südostasiatische Stadt.

 

Das Besondere ist in unseren Augen das Nebeneinander von asiatischer Exotic und europäischem Flair. Einerseits stellt die bisweilen mediterran wirkende Stadt die jüngere französische Kolonialzeit stolz heraus: Bars, Cafes und zahlreiche restaurierte Kolonialgebäude sowie viele Restaurants mit Flussblick an der Promenade des Mekongs verbreiten jene entspannte Atmosphäre, die viele Touristen anzieht. Obwohl wegen des buddhistischen Neujahrsfestes die Hotels ausgebucht waren, empfanden wir nie die touristische Enge wie zum Beispiel im kambodschanischen Siem Reap. Andererseits sorgen die verführerischen Düfte der vielen Garküchen zwischen alter Post und Mekongufer, der Nightmarket und das vielerorts sichtbare buddhistische Brauchtum für echtes Südostasien-Feeling. Eine gelungene Mischung, finden wir und tatsächlich, wie schon im Süden, haben wir immer gut gegessen.

 

Von der Attraktivität Luang Prabangs zeugen auch viele Europäer, die sich hier niedergelassen haben: Franzosen mit einem Restaurant, der deutsche Tourveranstalter Tiger Trail, der englische Tourvermittler ... sie lernten wir in nur kurzer Zeit kennen.

 

Unsere Eindrücke haben die positiven Verlautbarungen von Reisenden und von Laoten sogar noch übertroffen. Wir waren froh entgegen unserer Gewohnheit sieben Nächte hier gewesen zu sein. Wir ließen uns treiben, verbrachten wunderbare Tage mit Manu und Hans, mit denen wir uns während ihrer zehnmonatigen Weltreise verabredet hatten, und genossen unsere Touren in die Umgebung.

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Drei Tage eine nasse Angelegenheit

 

Unser erster Besuch in Südostasien begann sehr nass: Ohne es zu wissen, gerieten wir im April 2013 in Bangkok mitten in den großstädtischen Trubel des buddhistischen Neujahrsfestes. Während des "Wasserfestes" herrscht Ausstand im buddhistischen Südostasien. In Myanmar hatten wir 2015 noch Glück, eine der letzten Plätze im Bus von Nyaung Shwe nach Yangon ergattert zu haben. Dieses Mal hatten wir unsere Weiterreise aus dem Süden von Laos rechtzeitig geplant und gebucht, um das Wasserfest zwei Tage lang zu genießen - und uns natürlich aktiv zu beteiligen. Dieses Mal hatten wir sogar Verstärkung: Mit Manu und Hans zogen wir zwei Tage durch das Zentrum des beschaulichen Luang Prabangs.

 

"Spielstopp", machte ich meinem Gegenüber verständlich. Ich hatte meine Wassermunition verschossen. Die braunen Kinderaugen schauten mich freundlich an, der Vater zeigte auf die Wanne, die bis zum Rand gefüllt war. Schnell füllte ich das kleine Wasserreservoir wieder auf. Darauf hatten die Umstehenden nur gewartet, aus allen Rohren wurde ich beschossen, nasser konnte ich allerdings nicht mehr werden.

 

Die Bewohner Luang Prabangs hatten sich vorbereitet und Wasser in Fässern, Wannen und dergleichen an die Straßenränder gestellt. Jung und alt beteiligten sich an der fröhlichen Wasserschlacht. Wir hatten uns mit chinesischen Wassergewehren ausgestattet und "wehrten" uns nach allen Kräften.

 

Während zur gleichen Zeit in Bangkok das Neujahrsfest zu einer bisweilen ausartenden Riesenwasserparty wird, Einheimische, Backpacker und Touristen bis in die Nacht rund um die Khaosan Road feiern und Alkohol in Strömen fließt, genossen wir die familiäre Atmosphäre. Fröhliche Kinder beschossen uns schüchtern und freuten sich, wenn wir mitmachten.

 

Wir ließen uns treiben, freuten uns über die Abkühlung im tropisch warmen Luang Prabang und freuten uns auf unsere Unternehmungen, die wir in Ruhe planen konnten. Es war die richtige Entscheidung, unser Base Camp für sieben Tage in Luang Prabang einzurichten.

 

Schöne Tage mit Manu und Hans

 

Wir hatten uns zum Abendessen schnell für einen Inder entschieden. Es war spät, in Luang Prabang schließen viele Restaurants schon recht früh - erst recht heute, einige hatten gar nicht geöffnet: Alle wollten sich auf das bevorstehende Wasserfest vorbereiten. Die Plätze waren alle belegt, wir waren die letzten, die noch eine Bestellung aufgeben konnten. Unsere ATR 72-600 war pünktlich um 18 Uhr gelandet, jetzt war es 20:30 Uhr und wir tippten aufgeregt den Pin für das Free Wifi in unsere Handys.

 

Wir warteten auf Manu und Hans, die gegen 20 Uhr aus Vietnam kommen sollten. Dann kam die Nachricht: "Wir sind da, wo seid ihr?" Dank WhatsApp waren wir hier im fernen Südostasien vernetzt und sendeten die Wegbeschreibung sofort zurück. Zuvor waren wir an dem Hotel von Manu und Hans vorbeigegangen. Ihr Hotel war nur fünf Minuten Fußweg von unserer Villa Luang Prabang entfernt. Es war schon außergewöhnlich, 8400 km Kilometer von Geesthacht entfernt zwei Freunde zu treffen.

 

Das Wiedersehen wurde sogleich gefeiert: Einige Tiger-Biere und Weine mussten dran glauben, bevor wir zufrieden in unsere Betten fielen. Vor uns lagen wunderschöne Tage: Wasserfest, Ausflüge und tolle Abende bei gutem, abwechslungsreichem Essen. Schon nach kurzer Zeit kam es uns so vor, als ob wir schon viele Wochen zusammen reisen würden. Wir gönnten den Beiden die zwei Restmonate ihrer Weltreise, waren aber auch ein bisschen neidisch: Auf uns wartete der graue Arbeitsalltag.

 

Gemütlicher Ausklang in einer der schönsten Städte Südostasiens

 

Gerade hatten wir uns an Manu und Hans so gewöhnt, waren sie schon wieder unterwegs nach Siem Reap, jener Stadt, die Ausgangspunkt für den Besuch von Angkor Wat ist. Wir hatten Kambodscha im Herbst 2016 besucht, aber jetzt stand unsere Rückreise bevor. Wir genossen die letzten zwei Tage in Laos. Die Zeit war zu kurz: Weitere vier Wochen hätte wir gerne im Norden verbracht. Laos bietet gerade im Norden sehr viel: Nationalparks mit Tigern und wilden Elefanten, interessante Städte und Dörfer mit unberührter Natur und Kultur.

 

Pünktlich startete unser Air Asia Flieger um 16:45 nach Bangkok. Dort wollten wir Kathrin und Michael treffen, die wir von zwei Skiurlauben in Nassfeld kennen.

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