29.03. - 03.04. - Highlights am laufenden Band

Schwitzen für den Felsentempel in Dambulla

 

Wir gingen stoisch die Treppen hinauf. Es war unser erster Tag in Sri Lanka. Zwei Tage zuvor hatten wir das winterliche Hamburg verlassen. Offenbar haben die vielen Klimawechsel während der vergangenen Jahre zu einem Gewöhnungseffekt geführt, so dass wir das tropische Klima gut aushielten. Aber die Müdigkeit des Arbeitsalltages und der Reise steckte uns noch in den Knochen. Deshalb waren wir wohl etwas unaufmerksam. Denn als wir den Eingang des Felsentempels erreichten, schauten uns die Kontrolleure im Eingangsbereich verwundert an: Tickets gab es unten.

 

Jetzt wurde es tatsächlich ein bisschen sportlich, denn wir gingen auf der anderen Seite die Stufen herunter. Zum Glück war es schattig, denn die Mittagssonne entfaltete jetzt ihre volle Kraft. Bei 4 Grad Nord stand die sie jetzt senkrecht, aber auch hier, bei etwa 7 Grad Nord gab es um 12 Uhr kaum einen Schatten.

 

Dambulla gehört mit seinem Felsentempel und dem benachbarten Sirigiya gemeinsam mit Kandy, Anuradhapura und Polonnaruwa t-zum kulturellen Dreieck Sri Lankas und steht bei vielen Reisenden auf der must-do-Liste. Der Tempel ist über zweitausend Jahre alt, seit 1991 Unesco-Weltkulturerbe und Dokument der alten Kultur Sri Lankas. Das Besondere: Über viele Herrscherperioden hinweg sind die Tempel mit ihren zahlreichen, verschieden großen Buddhastatuen aus dem Felsen gehauen worden. Die monumentalen Ausmaße dieser aus Fels gehauenen Kunstwerke versetzte uns in Staunen.

 

Insgesamt wählten wir vom kulturellen Dreieck nur Dambulla und den kleinen Nachbarn Sirigiya aus. In Kambodscha  und Myanmar hatten wir mit z. B. mit Angkor Wat und Bagan monumentale Tempelanlagen besichtigt, die ihresgleichen suchen. Unsere nächster Haltepunkt war Sirigiya.

 

Besser geht es nicht - Das Otunna Guesthouse in Sigiriya

 

Geschickt winkte mich Dinesh durch das enge Tor. Dahinter sah ich im Rückspiegel unseres Honda Fit Hybrid das üppige tropische Grün. Zuvor waren wir rund 80 km von Kurunegala nach Sigiriya gefahren. Der Verkehr war weiterhin dicht und die Sri Lanker zeigten immer wieder ihre eigentümlichen Fahrkünste, die meine volle Konzentration erforderten.

 

Dinesh ist ein junger 25jähriger Mann mit Freundlichkeit und Neugierde. Nicht ohne Stolz zeigte er uns das Zimmer: Sauber, modern und recht großzügig. Eine große Fensterfront dient als Eingangs-und Terrassenbereich. Wir spürten diesen Sofort-Wohlfühlcharakter, der sich nur bei wenigen Unterkünften einstellt. Für den frühen Abend organisierte Dinesh uns ein Tuk-Tuk zum Lions Rock, einen der beiden Granitfelsen, wegen derer Sigiriya ein lohnender Zwischenstopp ist. Unser Ziel: Sunset am Lions Rock.

 

Und heute sollten wir für das überteuerte, schlechte Essen des Vortages entschädigt werden. Während Dinesh das Guesthouse managte, kochte seine Mama heimische Hausmannskost. Wir genossen unser erstes typisches Curry, unterhielten uns des Abends mit der Familie und lernten dabei Dineshs Vater kennen, der im örtlichen Postoffice arbeitete: Ein Beispiel für eine srilankische Aufsteigerfamilie.

 

Auf die Frage, warum Dinesh nicht noch mehr Zimmer baue, sagte er uns, er müsse sein Business fünf Jahre betreiben, erst dann könne er expandieren. Dinesh träumt davon, irgendwann ein Mal acht Zimmer zu vermieten. Er schätzt die Gespräche mit den Gästen und ist ständig bemüht, sein Englisch zu verbessern.

 

Schade, dass wir in Sigiriya und im Otunna Guesthouse nur eine Nacht bleiben konnten: Dreizehn Tage Sri Lanka ließen nicht genug Zeit. Als wir uns verabschiedeten, fragte uns Dinesh, ob wir wieder kommen würden. Er würde uns ein Zimmer freihalten. Vielleicht, aber es stehen noch viele Ziele auf unserer Liste. Wir wünschen Dinesh jedenfalls viel Glück und Erfolg. Das Potential dazu hat er.

 

Achtung: Dauervorfahrt der Busse oder der Schwächere gibt lieber nach

 

Hinter mir hupt es laut. Ein Blick im Rückspiegel offenbart die Gefahr. Eine kunstvoll lackierte Wand schiebt unaufhaltsam heran und an mir vorbei. Der Gegenverkehr weicht aus, bremst, versucht sich anzupassen. Jetzt ist es klüger, möglichst weit rechts zu fahren oder zu bremsen. Der Bus wird gleich unnachgiebig auf die linke Seite ziehen. Das Ausweichen nach links birgt zudem Gefahren, zumindest für Zweiräder: Immer wieder überholen Roller links und nutzen dabei den allzu schmalen Streifen. Die würde ich unweigerlich mit unabsehbaren Folgen von der Straße drängen.

 

Busse sind die Dominatoren der Straße. Ständig in Hetze, die Fahrziele einigermaßen pünktlich zu erreichen und ausreichende Umsatzzahlen einzufahren (Der Owner vom Otunna Guesthouse sagte uns, jeder Busfahrer müsse umgerechnet rund 500 € täglich umsetzen), rasen sie rücksichtlos über die Straßen, überholen bei Gegenverkehr oder scheren wieder ein, auch wenn sie noch nicht vorbei sind. Dazu drängeln und überholen PKW's und LKW's, dazwischen schlängeln sich TukTuks und Zweiräder links und rechts vorbei. Unaufmerksame Fußgänger und Fahrradfahrer, die beidseits auf der Straße fahren oder gehen, machen ein Ausweichen dorthin vielerorts unmöglich. In manchen Gegenden nutzen auch große Vierbeiner wie Kühe, Wasserbüffel, Ziegen oder Rehe die Straße.

 

Spätestens jetzt waren wir darin bestätigt, die Etappen recht kurz zu halten. Ein schnelles Vorankommen schien angesichts der Verkehrsverhältnisse unmöglich. Bislang waren die Straßen zumindest im guten, neuwertigen Zustand, doch das sollte sich im weiteren Verlauf der Reise noch ändern. Übrigens: Außerhalb geschlossener Ortschaften beträgt die Höchstgeschwindigkeit in Sri Lanka 75 km/h, innerhalb von Ortschaften oft viel zu schelle 56 km/h.

 

Lions Rock - Teures Treppenstehen für den Sonnenuntergang

 

Die chinesische Reisegruppe drängelte sich in die entgegenkommende Menschenschlange, kürzte so den Weg, der sie an den auf in Fels gemalten, halbnackten Wolkenmädchen vorbeiführen sollte, ab, ohne, wie vorgesehen, bis zum Ende zu gehen und erst, wie es alle Besucher taten, am Wendepunkt umzukehren. Zuvor waren sie sie von Aufsehern aufgefordert worden, leise zu sein, weil am Felsen viele Hornissennester sind und die Hornissen von dem Lärm aufgeschreckt werden könnten. In Asien sind chinesische Reisegruppen vielerorts wegen ihres auffälligen, bisweilen rücksichtslosen und unhöflichen Verhaltens nicht sehr beliebt.

 

Wir waren mittendrin und etwas überrascht, dass der ganze Weg zum Lions Rock hinauf überfüllt war. Rund 25 € kostet der Aufstieg, angesichts der vielen Menschen ein gutes Geschäft. Nach dem leichten Spaziergang zum Lions Rock, wo wir nur einige Steinstufen überwinden mussten, bestimmte eine Stahltreppe den weiteren Weg, führte uns eine Wendeltreppe hinauf, an den Wolkenmädchen vorbei, weiter entlang eines in Stein gehauenen Weges, um schließlich über eine lange Steintreppe und eine weitere, um Ecken verlaufende lange Stahltreppe auf das Plateau in 250 m Höhe hinaufzuführen. Wir passten uns den Trott an. Teilweise schleppten sich alte Frauen vor uns den Weg hinauf, überholen war meist unmöglich.

 

Dafür war die Aussicht oben wirklich spektakulär, der Sonnenuntergang sehr besinnlich. Wir saßen auf den alten Mauern jener über tausend Jahre alten Festung, die einst ein abtrünniger Herrscher bauen ließ, um sich gegen die Truppen seines Bruders zu verteidigen. Abends, beim Essen im Otunna Guesthouse waren wir uns einig: Das war ein gelungener Einstieg in Sri Lanka.

 

Dinesh hatte uns noch den benachbarten Pidurangale Felsen, gewissermaßen den kleinen Bruder vom Lions Rock, vorgeschlagen, der für vergleichsweise günstige 5 € zu besteigen ist. In unseren Augen ist der Pidurangale der lohnendere Felsen, weil deutlich weniger Menschen ihn besteigen und der Aufstieg in weiten Teilen naturbelassen ist. Kurz vor Erreichen des Gipfels mussten wir noch eine leichte Kletterpassage überwinden. Auf dem großen Plateau konnte man ausgiebig herumspazieren und in alle Richtungen einen tollen Ausblick genießen. Von Ferne sah die Menschenschlange am Lions Rock so aus, als klebe sie am Felsen.

 

Es knallt des Nachts oder wie die Bauern ihre Ernte retten

 

Der TukTuk-Fahrer, ein Freund von Dinesh, stoppte, stieg aus und zeigte auf eine kleine Schneise: "Elefantenpfad", sagte er. "Hier gehen die Elefanten abends immer in die Villages." Vor allem Reis hat es den Kolossen angetan. Hierzulande fordern Naturschützer den Schutz der Tiere, wobei wir Bär, Wisent, Wolf und Co. schon lange ausgerottet haben. In Sri Lanka bedroht der Elefant mancherorts die Existenz der Bauern. "Die Elefanten würden sogar, um an den Reis zu kommen, Wände von den Häusern einreißen", erzählte der TukTuk-Fahrer. Tatsächlich ist für die Waldriesen eine Lehmwand kein wirkliches Hindernis.

 

Die Nacht zuvor hatten wir es häufig dumpf und laut knallen gehört. In Deutschland hören wir diese Art von Knall im Vorfeld von Sylvester, wenn die Ungeduldigen schon die ersten Knallkörper zünden. Hier in Sri Lanka wollen die Bauern ihren Reis vor den Elefanten retten. Für die Bauern ist es ein immerwährender Kampf, ihre kleine, karge Existenz zu retten, die Elefanten insofern ein Fluch, für die Touristen eine der Attraktionen, also ein Segen für Sri Lanka, denn Touristen bringen dringend benötigte Devisen.

 

Später, auf der Weiterfahrt, sahen wir kurz hinter Sirigiya, jene Hochstände in den Bäumen, auf denen die Bauern die Nächte verbringen, um mit gezielten Böllerwürfen die Elefanten zu vertreiben. Aber die Dickhäuer kommen wieder, hartnäckig und hungrig, und verzweifelt versuchen die Bauern die allnächtliche Vertreibung.

 

Endlich wird es ruhig - eine Fahrt in den Osten Sri Lankas

 

Das Meer rauschte. Wir ließen uns im rund 30 Grad warmen Wasser von den Wellen hin- und herschaukeln. Nicht nur hier, am Strand von Nivalevi, war es ruhig, einsam und frei von Touristen. Auch die Fahrt von Sigiriya nach Trincomalee ermöglichte fast schon gemütliches cruisen über eine breite, neue Straße, abgesehen von den einen oder anderen Bus, dem wir entspannt ausweichen konnten. Streckenweise konnte ich sogar den Tempomat des gut ausgestatteten Honda benutzen. Wir kamen schon fast erholt in unserem Amanta Beach Ressort an.

 

Das Amanta Beach Ressort war nach dem Otunna Guesthouse unser nächster, wenn auch nicht billiger Glücksgriff. Klein aber fein: Sechs Zimmer, zwölf Gäste. Tharuk war ein Sri Lanker mit französischem Pass, der erst vor zwei Jahren nach Sri Lanka zurückgekehrt war und zuvor 20 Jahre in Frankreich als Koch, zuletzt mit eigenem Restaurant, gearbeitet hat. Seine Frau war noch wegen der beiden Kinder, die in Frankreich die Schule besuchen, in Nantes

 

Das Ressort ist eine Kreation des Owners, kunstvoll und geschmacklich ausgewogen. Am Strand fühlten wir uns ein wenig an Australien   Link   erinnert: Kilometerweite Einsamkeit und sauberes Meer. Allabendliches Highlight: Die leckeren Kreationen von Tharuk sind ein gelungener Mix aus den Küchen Sri Lankas und Frankreichs.

 

Interessante Einblicke in die Rituale im Thiru Koneswaram Kovil

 

Eine Gruppe junger muslimischer Frauen kam den Weg von Fort Frederik hinauf geschlendert. Sie trugen dunkelrote Gewänder und passende, hübsche Kopftücher dazu. Aus der Ferne sahen die jungen Tamilinnen wie uniformierte Nonnen aus. Sie stoppten und versuchten die übliche Kontaktaufnahme: "How are you? What's your name?"

 

Die Älteste öffnete Erdnüsse, begann mich zu füttern und fasste meinen Arm an. Die helle Haut scheint einige Sri Lanker zu faszinieren. Aufgeregt zippelten die anderen ihr am Kleid. Muslimische Frauen müssen eigentlich Zurückhaltung gegenüber Männern zeigen. Aber diese Frauen wirkten keinesfalls so verschlossen. Neugierig fragten sie uns weiter aus und schauten dabei in unseren Honda. Touristen in einem eigenen Wagen sind auf Sri Lanka immer noch eine Rarität.

 

Allerdings waren wir auch neugierig. Was machen tamilische Muslime in einem Hindutempel? Das, was für uns aus europäischer Sicht und Erfahrung unmöglich erschien, war für die jungen Frauen kein Widerspruch. Sie nahmen am hinduistischen Puja (Verehrung, Ehrerweisung) teil, eine Art hinduistischer Gottesdienst, der zum Vollmond besonders ausgiebig durchgeführt wird. Die jungen Frauen waren auf dem Weg zum Gebet, gemeinsam mit den hinduistischen Tamilen, denen sie sich offenbar sehr verbunden fühlten.

 

Im Zentrum des farbenfrohen Thiru Koneswaram Kovil Tempels, eines der fünf bedeutendsten Shiva Heiligtümer Sri Lankas, war ein noch bunteres Gebäude, in deren Inneren Priester der Göttin Shiva Teller mit Früchten und anderen Speisen segneten und den Spendern zurückgaben. Gemeinsam aßen die Spender die Speisen und empfingen so den göttlichen Segen der Göttin Shiva.

 

Schon im vierten Jahrhundert stand hier vermutlich ein Shiva-Tempel. Die ersten Kolonialherren, die Portugiesen, zerstörten ihn, um 1622 mit deren Steinen ein Fort zu errichten, dem Vorläufer des von den Engländern (seit 1795 nach den Holländern die dritten Kolonialherren) erbauten Fort Frederik. Vom Fort sind im Wesentlichen nur noch die Festungsmauern zu sehen. Als ich nach der Durchfahrt durch das Tor hielt, um entlang der Mauer einen Blick von der Meeresseite auf das Fort zu erhaschen, kam ein Soldat aus seinen Wachhäuschen und pfiff mich energisch zurück: Die Anlage wird heute von der Sri Lankischen Armee benutzt.

 

Bierkauf in Trincomalee

 

Neugierig begleitete uns der junge Mann, der vor dem King's Hotel in Trincomalees Zemtrum wartete und hoffte, dass wir uns für ein Zimmer interessieren würden. Der Grund meines Besuches war jedoch viel banaler: Ich wollte Bier kaufen, das allseits viel getrunkene Lion Beer. Etwas enttäuscht darüber, dass ich kein Zimmer suchte, war der junge Mann umso bemühter, meinem Wunsch nachzukommen. Er aktivierte weitere Mitstreiter.

 

Ich wurde durch einen dunklen Raum mit gestapelten Stühlen geführt, dahinter befand sich ein Flur, der von viel zu dunklen Lampen beleuchtet wurde. Dahinter führte eine Treppe in die darüber gelegenen zwei Geschosse, wo sich augenscheinlich die Hotelzimmer befanden. Ein Plakat an der Wand warb für die 0,66 l Flasche Lionbier für 340 LKR (rund 1,75 €). Aufgeregt rannten die drei jungen Männer den Flur auf und ab. Gegenüber von dem Bierplakat befand sich ein Raum mit Fenstern, die durch Gitter für Einbruchssicherheit sorgten.

 

Zunächst passierte nichts, etwas unsicher überlegten wir, das Hotel zu verlassen. Die Gesichter der drei jungen Männer hellten sich auf, als ein etwas älterer Hindu das Hotel betrat und nach einem kurzen Wortwechsel den vergitterten Raum aufschloss. Der ältere Herr bot mir sogleich Whisky, Gin und anderes an. Ich blieb beim Bier. Sechs Flaschen kaufte ich für je 220 LKR (~ 1,10 €), billiger als das Plakat ankündigte. Lächelnd bejahte er meine Frage, ob Hindus auch Alkohol trinken würden. Schnell verließen wir das Hotel und die skurrile Situation, gegenüber stiegen wir in unseren Honda Fit ein. Währenddessen erinnerte ich mich an die Schwierigkeiten des Bierkaufs in manchen Staaten der USA.

 

Ein Lauf mit Abklatschen

 

Ich hatte mir vorgenommen, während unserer Reise ein Mal pro Woche zu laufen. Angesichts des starken Verkehrs und der tropischen Hitze ist Sri Lanka sicher kein geeigneter Ort für sportliche Betätigungen läuferischer Art. Tatsächlich sahen wir keine Einheimischen, in seltenen Fällen allerdings Touristen schwitzend laufen. Ich reihte mich in diese seltene Erscheinung ein. Schon als ich loslief, erntete ich von den Mitarbeitern des Amanta Beach Resorts Blicke mit einer Mischung aus Ungläubigkeit und gelangen Bewunderung, vielleicht auch deshalb, weil die ersten Meter noch aus leichten Füßen gelangen.

 

Das änderte sich aber nach 3 km. Ich lief die Straße entlang in Richtung Norden, weg von Nivalevi. Zum Glück war der Verkehr nur gering und ich genoss den Wind, der aus Osten über das Meer wehte. Am Straßenrand begannen mich die Leute anzufeuern, während sie gleichzeitig in ihren Blicken ihr Unverständnis über mein aus ihrer Sicht merkwürdiges Verhalten äußerten. Und ich wurde angefeuert: Hier und da klatschten mich die Leute ab und motivierten mich, mein einsames Rennen, das in der tropischen Hitze mehr und mehr in eine Art schleppendes Laufen überging, erfolgreich zu beenden. Nach 4,5 km kehrte ich um und musste die gleiche Strecke zurücklaufen. Fast zu spät, wie ich nach 9 km bei meiner Rückkehr in das Amanta Beach Resort fand.

 

Ein echtes Hai-Light

 

Unser Schnorchelausflug nach Pedgeon Island sollte ein weiteres Highlight unserer Reise werden. Die kleine Insel in Sichtweite von Nivalevi wird in allen Reiseführern als Tauch- und Schnorchelspot angepriesen. Entspannt trieben wir außerhalb des abgesperrten Bereiches und blickten auf die Korallen wenige Meter unter uns. Viele bunte Fische, wie wir sie von Koh Tao, Gili Air  oder zuletzt von Flores kannten, tummelten sich hier, obgleich die Korallen in keiner Weise vergleichbar mit jenen von Flores sind. Die Korallenbleiche hatte hier, soweit ich das beurteilen kann, zu einer sichtbaren Degeneration geführt. Die Farbenpracht der Riffe im Gebiet der Komodo Inseln oder der Riffe vor Maumere (Flores) gab es hier nicht.

 

Zu sechst waren wir vom Amanta Beach Resort mit TukTuks aufgebrochen und erreichten nach etwa 10 Minuten den Strand vor dem Nivalevi Beach Hotel, jenem kilometerlangem Strand, von dem die kleinen Boote die Touristen in rund 15 Minuten nach Pedgeon Island bringen - rund 9 €, eingerechnet die Bootsfahrt, den Nationalparkeintritt und das TukTuk, bezahlten wir für den lohnenden halben Tag.

 

Ohne Angst, aber sehr aufgeregt tauchte zwei Meter unterhalb von mir ein etwa 1,50 m großer, eleganter Fisch auf, seine Flossenspitzen waren schwarz und hoben sich von dem Grau seines stromlinienförmigen Körpers ab. Es war ein Schwarzspitzenhai. Tags zuvor hatte Tharuk erzählt, wir würden sicher Hai sehen. Schon oft hatte man uns das angekündigt und so richtig glaubten wir dieser Vorhersage deshalb nicht. Jetzt wurde der Schnorchelgang ein echtes Hai-Light. In den nächsten zwei Stunden sahen wir fast 30 Haie, bisweilen glitten vier dieser eleganten Schwimmer gleichzeitig unter uns vorbei.

 

Hier konnten wir auch ausgiebig die angekündigten Meeresschildkröten, die an vielen Stränden auf Sri Lanka ihre Eier ablegen und stoisch an den Korallen zerren, um an Nahrung zu kommen, beobachten. Es war ein erhabenes Gefühl, zu einer Riesenmeeresschildkröte hinab zu tauchen und ihr über den von Algen bewachsenen Panzer zu streichen, von dem für diesen Moment die Begleiterfische, die die Algen vom Panzer fraßen, abließen, um sich nach meinem Auftauchen sogleich wieder auf die Mahlzeit zu stürzen.

 

Mittlerweile gehört dieser noch junge Spot des Tourismus auch zu den "must do" der Touristen. Die vergleichsweise kleinen Abschnitte am Strand von Pedgeon Island waren recht voll.

 

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