05.07. - 12.07. - Zwischen Erholung und weiteren Überraschungen

Tour Karte 2: Von New York nach Chesterton

Wir trabten durch den heißen Sand, rechts und links rahmten Dünengräser den schmalen Pfad. Als wir das türkisbaue Wasser erblickten, fühlten wir uns wie am Mittelmeer, die Dünen hingegen erinnerten eher an den französischen Atlantik. Spätestens als wir in das warme Wasser sprangen, dass von dem kräftigen Nordwind aufgewühlt wurde, wurde die Täuschung zu einer Überraschung: Dass der Lake Michigan so viel Natur bieten würde, hatten wir nicht erwartet. In der Tat ist er groß wie ein Meer, von seinen Ufern aus kann man kein Land erblicken.

 

Nachdem wir aufgrund eines Fehlers in der Buchung (versehentlich wollten wir genau einen Monat früher anreisen) kurzfristig einen anderen Campground in Indiana (Lake Michigan) suchen mussten, waren wir froh, einen schattigen Platz gefunden zu haben. Der Dunewood Campground ist wirklich zu empfehlen, einfach aber sauber, günstig und zentral gelegen für Ausflüge. So konnten wir in 10 Minuten zu Fuß zum Bahnhof Berverly Shores gehen, um nach Chikago zu fahren. Ebenso gab es relativ nahe alle Einkaufsmöglichkeiten. Strandattraktionen beiderseits des Lake Michigan waren gut erreichbar.

 

Der Lake Michigan ist in Hinblick auf seine Attrakivität sicher ein Geheimtipp. Gletscher schufen während des Pleistozäns die tiefen Ausschürfungen, die heute mit Wasser gefüllt sind. Winde transportierten den Sand an die Ufer des Sees und erschufen eine Dünenlandschaft, die wir von der Nordsee oder auch vom Atlantik kennen. Der See ist über 300 m tief und hatte eine Temperatur, die geradezu zum Baden einlud. Auch wenn vor allem am Südzipfel des Sees Alt-Industriegassen (Stahlindustrie) den natürlichen Küstensaum unterbrechen, gibt es heute Schutzgebiete für diese einzigartige Dünenlandschaft.

 

Letztlich ist Chicago auch das Ergebnis der Industrialisierung. Durch seine Lage am Wasser war Chicago begünstigt, weil Zu- und Abtransport gesichert waren. Die Rohstoffvorkommen (Kohle und Eisenerze) lagen unweit der großen Seen. Heute befindet sich im Umfeld von Chicago die bedeutendste Stahlindustrieagglomeration der USA. Die Rohstoffe kommen heute auch viel aus Kanada. Chicago selber ist heute eine Finanz- und Businessmetropole mit 3 Millionen Einwohnern (Großraum etwa 9 Millionen). Wir waren beeindruckt von der Stadt, zumindest was die innere Stadt (downtown) angeht. Hier haben die Stadtplaner gute Arbeit geleistet, was dadurch deutlich wird, dass die Stadt heute ein Kunst-, Kultur- und Musikmittelpunkt (Chicago-Blues) ist. Die Randdistrikte hingegen verdeutlichen die Probleme einer Altindustrieregion: Industriebrachen und große Probleme in der Wohnungssubstanz, besonders in den USA tut sich hier die öffentliche Hand nicht besonders hervor. So war zumindest unser Eindruck, der während unser Zugfahrt und unser Weiterfahrt nach Wisconsin entstand.

 

Übrigens: Auch Chicago erkundeten wir mit dem Fahrrad. So viel in so kurzer Zeit zu entdecken, lässt sich wirklich nur mit einem Pedalo verwirklichen. In drei Stunden kamen gut 20 km zusammen.

 

Was die Fahrt nach Chesterton (Indiana Dunes) anbelangt, so ist hier nicht viel Aufregendes zu berichten. Nachdem wir New York verlassen hatten, fuhren wir durch Pennsylvania, um zunächst in Hazleton, einer alten Kohlestadt zu übernachten. Die ganze Fahrt durch diesen Bundesstaat erinnerte in Hinblick auf die Landschaft an Deuschland: Laubmischwälder, Mittelgebirgslandschaft und Richtung Ohio eine flacher, aber dennoch hügelige Landschaft. Ohio war eher durch hügelige Landschaften geprägt, wobei es durchaus vereinzelt höhere Erhebungen gibt. Bis Indiana ändert sich daran nicht viel. Allerdings waren wir ein Mal mehr über das autofreundliche Amerika überrascht: Wir fuhren über die Interstate I 80 (später I 90), und mussten ständig bezahlen. Es handelt sich nämlich um eine Tollroad.

 

In Ohio verweilten wir zwei Nächte auf einem guten Campingplatz, um nach dem intensiven New York Aufenthalt Kraft zu tanken, Der Wildwood-State-Park-Campingplatz war sauber, schattig und Dank eines Sees erfrischend.

 

Und das war nötig: Waren die Temperaturen in Long Island und New York mit über 30 Grad schon recht hoch, steigerte sich das bis Ohio: Das Autothermometer zeigte 102 Grad Fahrenheit, das sind knapp 40 Grad Celsius. Erst am Lake Michigan sanken die Temperaturen wieder, bedingt durch die kühlende Wirkung des Wassers, auf gute 30 Grad Celsius. Uns machte die Hitze jedoch zu keiner Zeit etwas aus.

 

Wir genossen diese Etappe und freuen uns nun auf unsere weitere Fahrt in den Westen...

 

In Kürze stellen wir für Interessierte weitere Beobachtungen als Download auf die Homepage.

 

 

Bilder Tour Karte 2

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